Theoretisch kann man nie genug RAM im Computer haben. In der Praxis gibt es aber natürlich einen Wert, der ausreichend ist. Ob dieser nun bei 4GB, 8GB oder 32GB oder mehr liegt, hängt sehr davon ab, wie man den Computer verwendet und welche Programme man einsetzt.

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Wie findet man nun heraus, ob der eigene Computer tatsächlich genug Arbeitsspeicher für die tatsächlich genutzten Anwendungen hat? Die reine Auslastungsanzeige des Arbeitsspeichers in Prozent ist hierfür nur bedingt geeignet. Um das System bestmöglich zu beschleunigen, halten die Betriebssysteme viele Informationen im RAM vor quasi auf Vorrat vor. Nur für den Fall dass die Informationen benötigt, oder wieder benötigt werden. Tatsächlich steht den Programmen normalerweise mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Wichtiger ist die Frage, ob wie oft das Betriebssystem Informationen aus dem RAM in den Auslagerungsspeicher der Festplatte verschiebt. Dies geschieht, wenn dem System nicht mehr genug Arbeitsspeicher zur Verfügung steht. Eine zu starke Nutzung des Auslagerungsspeichers sollte vermieden werden, da es das System spürbar ausbremst. Dies gilt auch, wenn man statt einer Festplatte eine SSD einsetzt. Denn diese ist immer noch sehr viel langsamer als der Arbeitsspeicher.

Ein guter Hinweis auf zu wenig RAM im Computer ist das auftreten von “Harten Fehlern”, oder englisch: hard faults.

Zu wenig RAM über das Auftreten von harten Fehlern (hard faults) identifizieren

Die von Microsoft gewählte Bezeichnung “harte Fehler” klingt schlimmer als es ist. Gebräuchlicher und bekannter ist wahrscheinlich ohnehin die englische Bezeichnung hard faults. Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht wirklich um Fehler. Hard faults weisen viel mehr darauf hin dass ein Programm Informationen aus dem RAM anfragt, vom Betriebssystem aber die Information bekommt, dass die Informationen nicht mehr im RAM vorhanden sind, sondern auf einen Datenträger ausgelagert wurden.

Hard fault/Harte Fehler treten also häufig auf, wenn dem System nicht mehr genug RAM zur Verfügung steht.

Wie oft diese auftreten und welche Programme betroffen sind, lässt sich einfach über den Windows Ressourcenmonitor herausfinden. Im Ressourcenmonitor wechselt man zum Reiter Arbeitsspeicher und sortiert die Prozessliste mit einem Klick auf die Spalte “Harte Fehler”. Damit werden die Prozesse oben in der Liste angezeigt, die am häufigsten von hard faults betroffen sind.

Außerdem stellt der Ressourcenmonitor in einer Grafik das Auftreten von hard faults im Zeitverlauf dar.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach dem Booten, oder beim starten von Programmen hier werte von 60-100 hard faults pro Sekunde auftreten. Wenn dieser Wert aber nicht mehr sinkt und dauerhaft hoch ist, sollte man darüber nachdenken seinen Arbeitsspeicher aufzurüsten.

Auftreten von harten Fehlern im Ressourcenmonitor

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