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3 Möglichkeiten eine Position ohne Adresse anzugeben

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Möchte man beispielsweise jemandem einen Treffpunkt vorschlagen, so nimmt man normalerweise die Adresse. Doch nicht jeder Ort hat eine Adresse. Ist dies der Fall, kann man die Position des Ortes auf andere Weise übermitteln.

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In bewohnten Gebieten ist es kein Problem, beispielsweise einen Treffpunkt mit der Postadresse zu übermitteln. Aber nicht alle Orte auf der Welt haben eine Postadresse. Dazu muss man nichteinmal besonders weit außer Haus gehen.

Möchte man Beispielsweise die Position einer Grillhütte im Wald übermitteln, dann funktionieren Postadressen bereits nicht mehr.

Stattdessen gibt es aber eine Reihe anderer Methoden um die Lage eines Ortes ohne Postadresse zu übermitteln.

What3words – Position mit drei Wörtern angeben

Das Unternehmen hinter What3words hat ein System entwickelt, mit welchem sich jede beliebige Position auf der Erde mit drei zufälligen Wörtern beschreiben lässt. Die Dreiwortadresse.

Hierzu hat man die Welt in 3×3 Meter große Quadrate unterteilt. Jedem dieser Quadrate ist eindeutige Adresse in Form von drei zufälligen Wörtern zugeteilt.

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Im Gegensatz zu GPS-Koordinaten lassen sich die Dreiwortadressen von What3words leicht übermitteln. Den Deutschen Bundestag findet man beispielsweise unter ///balkon.wissen.löffel.

Die Elbphilharmonie in Hamburg findet man unter der Dreiwortadresse ///berufe.eimer.lieh.

What3words ist wahrscheinlich die einfachste Möglichkeit um eine beliebige Position auf der Erde zu übermitteln.

Allerdings hat das System auch einen Nachteil. Es ist nocht Open-Source sondern muss lizensiert werden. Wer also möchte, dass seine Kartenapp oder eine sonstige Anwendung die Dreiwortadressen unterstützt, der muss hierfür eine Lizenz besorgen. In vielen Fällen ist das kostenlos, doch dies kann der Anbieter jederzeit ändern. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum weder Google Maps, noch Open Street Maps die Dreiwortadressen unterstützen.

Möchte man What3words auf dem Smartphone verwenden, dann muss man sich die entsprechende App des Anbieters herunterladen. Diese ist sowohl für Android, als auch für iOS verfügbar.

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Außerdem findet man im Web unter https://what3words.com eine Karte, mit welcher sich Dreiwortadressen erstellen und aufrufen lassen.

What3words im Web nutzen

Plus-Codes aka Open-Location-Codes

Open-Location-Coode ist ein von Google entwickeltes System, das ebenfalls jede Position der Erde in einen einfach zu übermittelnden Code umwandelt. Gängiger als die Bezeichnung Open-Location-Code ist die Bezeichnung Plus-Codes. Der Name rührt daher, dass die Adressen immer ein “+” enthalten.

Plus-Codes sind wie Adressen, jedoch für Orte, die keine Adresse haben. Sie existieren für jeden beliebigen Ort der Welt.

Im Gegensatz zu What3words sind Plux-Codes Open Source. Der Code zum errechnen der Plus-Code-Adressen ist öffentlich einsehbar und kann von jedem Entwickler dauerhaft und ohne Kosten verwendet werden. Trotzdem gibt es bisher leider nicht allzu viele Anwendungen die die Plus-Codes unterstützen.

Allerdings unterstützt Google Maps die Plus-Codes und die Google-Maps-App ist wahrscheinlich auf fast jedem Smartphone vorhanden.Wenn nicht, kann man die Plus-Codes immer noch mit Google Maps im Webbrowser verwenden.

Den Hauptbahnhof Stuttgart findet man beispielsweise unter Q5MM+W7 Stuttgart.

Plus-Codes in Google Maps nutzen

Um die Pluscode-Adresse in Google Maps anzuzeigen, geht man folgendermaßen vor.

Im Browser auf dem Desktop klickt man mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Position. Im Menü wählt man “Was ist hier?” Damit zeigt Google Maps am unteren Bildschirmrand die GPS-Koordinaten an. Nun klickt man auf die Koordinaten. Dann werden am linken Bildschirmrand Informationen zum Ort angezeigt. Hier findet man auch die Pluscode-Adresse.

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In der Smartphone-App tippt man lange auf die gewünschte Position, bis diese mit einem roten Marker markiert wird. Dann zieht man die Beschreibung zur gesetzten Markierung vom unteren Bildschirmrand nach oben. Hier findet man die Pluscode-Adresse und weitere Informationen zum markierten Ort.

Bei bekannten Orten wird der Plus-Code für diesen Ort direkt angezeigt. Also, wenn man in Google Maps auf den Name eines auf der Karte verzeichneten Ortes klickt.

Aufrufen von Plus-Codes in Google Maps geht ganz einfach. Um einen Ort in Google Maps mit einem bekannten Plus-Code zu finden, muss man diesen lediglich in das Suchfeld eingeben. Dann zoomt Google Maps automatisch auf diesen Ort.

GPS-Koordinaten mit Längen- und Breitengraden

Längen- und Breitengrade sind der Klassiker, wenn es darum geht, eine beliebige Position auf der Erde zu beschreiben. Sie dienen der Menschheit seit mehreren hundert Jahren dazu, die eigene Position auf der Erde, insbesondere auf See zu bestimmen.

Hier wird die Erde in ein Netz aus sich rechtwinklich schneidenden Kreisen unterteilt. Die Längen- und Breitenkreise.

Die Breitengrade werden dabei vom Äquator aus gezählt (0 Grad). Die Pole liegen jeweis bei 90 Grad Nord, bzw 90 Grad Süd.

Die Längengrade werden beginnend vom Nullmeridian in Greenwich bei London gezählt. Und zwar jeweils 180 Grad nach Osten und 180 Grad nach Westen. So entsteht ein Netz, in welchem man jede Position auf der Erde eindeutig definieren kann. Durch weitere Unterteilung un Bruchteile eines Grads ist dieses System beliebig genau.

GPS-Koordinaten in Google Maps

Der Vorteil der Koordinaten in Längen- und Breitengraden ist, dass sie von nahezu jedem System unterstützt werden. Jedes GPS-System arbeitet mit Längen- und Breitengraden. Google Maps, Open Street Maps und andere Kartenanbieter verstehen Positionsangaben in Längen und Breitengraden.

Der Nachteil ist, dass sie nicht so einfach zu verwenden sind, wie Plus-Codes oder What3words.

Die Koordinaten bestehen immer aus zwei Angaben. Nämlich dem Längengrad (der Abweichung vom Nullmeridian) und dem Breitengrad (der Abweichung vom Äquator). Außerdem gibt es noch unterschiedliche Schreibweisen. Und nicht jedes System versteht jede Schreibweise.

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Hat man GPS-Koordinaten in der falschen Schreibweise vorliegen, so müssen diese erst umgerechnet werden. Dies kann man mit einem Webdienst oder einer App schnell und einfach erledigen. Im Web bieten sich hierzu beispielsweise koordinaten-umrechner.de oder geoplaner.de an.

Fazit

What3words und Pluscodes sind super einfach zu verwenden. Bei What3words ist man jedoch auf die Apps des Anbieters und weniger anderer Anwendungen beschränkt, was den Nutzen in der Praxis deutlich reduziert. Aufgrund des Geschäftsmodells von What3words bin ich skeptisch, ob sich das in Zukunft ändern wird. Praktisch wäre es für uns Anwenderinnen und Anwender allemal.

Auch die Plus-Codes sind bisher nicht allzuweit verbreitet. Allerdings unterstützt Google Maps Pluscodes, sodass die meisten Leute Pluscodes wahrscheinlich nutzen können.

Letztendlich scheint es jedoch noch kein System zu geben, dass die klassischen Koordinaten mit Längen- und Breitengraden im Alltag ablöst. Möchte man System- und Anwendungsübergreifend die Position eines bestimmten Ortes ohne Postadresse übermitteln, führt in den meisten Fällen kein Weg an den Längen- und Breitengraden vorbei.

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