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Laptop mit Powerbank und USB-C laden – Darauf musst du achten

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Moderne Laptops können heute Akkulaufzeiten erreichen, mit denen man bequem durch einen achtstündigen Arbeitstag kommt. Doch auch das ist nicht immer ausreichend.

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Beispielsweise wenn man auf Reisen ist, eine mehrtägige Fahrrad- oder Wandertour macht und einen kleinen Laptop zum Arbeiten, Bloggen etc. dabeihaben möchte.

Genau wie beim Smartphone ist in diesen Fällen eine Powerbank sinnvoll, mit der man seinen Laptop unterwegs aufladen kann, sodass man den Laptop mit Powerbank betreiben kann.

Bis zur Entwicklung von USB-C war dies mit einer kleinen Powerbank nicht ohne weiteres möglich. Doch das hat sich mittlerweile geändert, auch wenn man nach wie vor auf verschiedene Dinge achten muss.

Ich achte mittlerweile darauf, dass ich Geräte über USB-C nutzen oder mindestens laden kann. Daher benötige ich nur noch für ältere Geräte klassische USB-A oder Micro-USB-Stecker.

Weiteres zu meinem USB-C Zubehör erfährst du im Beitrag [Nur noch USB-C – Mit diesem Zubehör benötigst du keine anderen Anschlüsse mehr].

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Dell XPS 13 Laptop über USB-C mit Powerbank laden.

Laptop muss über USB-C ladefähig sein

Leider ist USB-C nicht gleich USB-C. Denn letztendlich handelt es sich hierbei nur um einen Stecker, der für eine Vielzahl von Funktionen verwendet werden kann.

Eine davon ist die Übertragung von Strom um den Computer zu laden. Leider unterstützen nicht alle Geräte alle Funktionen die mit USB-C theoretisch möglich sind.

Die gute Nachricht ist, wenn dein Laptop über eine USB-C Steckverbindung verfügt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er auch darüber geladen werden kann. Damit das funktioniert, muss der Laptop USB-C Power Delivery (PD) unterstützen.

Damit können über USB anstatt der üblichen 7,5 Watt bis zu 100 Watt übertragen werden. Genug um einen Laptop aufzuladen.

Bevor du also in eine teure Powerbank für deinen Laptop investierst solltest du überprüfen ob dein Laptop USB-C Power Delivery unterstützt. Nur dann wirst du ihn über den USB-C Stecker auch aufladen können.

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Damit das Aufladen mit einer geeigneten Powerbank funktioniert, muss der Laptop also folgende Funktionen haben, bzw. unterstützen.

  • Es muss ein USB-C-Anschluss vorhanden sein.
  • Der Laptop muss USB Power Delivery unterstützen.

Mit welcher Powerbank kann ich einen Laptop aufladen?

Nicht jede Powerbank die einen USB-C Anschluss hat, kann auch einen Laptop aufladen. Es ist sogar eher das Gegenteil der Fall. Die meisten Powerbank mit USB-C sind nicht geeignet um einen Laptop darüber zu laden.

Das liegt daran, dass insbesondere kleinere Powerbanks mit weniger als 20.000 mAh zum Aufladen von Smartphones und anderen Kleingeräten gedacht sind und schlicht nicht genug Strom liefern um einen Laptop aufzuladen. Der Laptop erkennt die über USB-C angeschlossene Powerbank dann nicht als geeignete Ladequelle.

Genau wie der Laptop muss auch die Powerbank USB-C Power Delivery mit einer ausreichenden Leistung unterstützen. Wie hoch die geforderte Leistung ist, hängt wiederum vom Laptop ab. 48 Watt sind für viele Laptops ausreichend, mit 65 Watt solltest du aber auf der sicheren Seite sein.

Damit du deinen Laptop mit einer Powerbank laden kannst, muss diese folgende Funktionen haben, bzw. unterstützen.

  • USB-C-Anschluss muss vorhanden sein.
  • Die Kapazität der Powerbank sollte ausreichend groß sein (mind. 20.000 mAh).
  • Die Powebank muss USB Power Delivery mit ausreichend Leistung unterstützen. (mind. 48 Watt, besser 60 Watt. 18 Watt Power Delivery sind nicht ausreichend um Laptops zu laden).

Eine geeignete Powerbank um einen Laptop zu laden ist beispielsweise die Anker PowerCore III Elite*, welche 60W Power Delivery über USB-C unterstützt.

Wie groß muss eine Powerbank für den Laptop sein?

Ein Laptop-Akku hat normalerweise eine deutlich größere Kapazität als ein Handyakku. Sie sollte man beim Kauf einer Powerbank zum Aufladen des Laptops natürlich berücksichtigen.

Beim auswählen und berechnen der benötigten Kapazität lauern leider einige Fallstricke, auf die man achten sollte. Mehr dazu findest du unter der nächsten Überschrift.

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Die kurze Antwort ist aber: Eine Powerbank mit weniger als 20.000 mAh zu kaufen macht wenig Sinn, wenn man damit einen Laptop laden möchte. Außerdem sind kleinere Modelle die die benötigte Leistung bereitstellen können ohnehin kaum verfügbar.

Wie oft kann ich einen Laptop mit einer Powerbank aufladen

Um dies herauszufinden musst du die Kapazität und Spannung deines Laptopakkus sowie der Powerbank kennen und außerdem auftretende Verluste berücksichtigen.

Umrechnung Kapazität Laptop-Akku

Der Energiegehalt von Laptopakkus wird häufig in Wattstunden (Wh) angegeben, während die Kapazität der Powerbanks meistens in Milliamperestunden (mAh) angegeben wird. Die Umrechnung erfolgt nach folgender Formel.

Kapazität (Ah) x Spannung (V) = Energie (Wh)

Der Unterschied zwischen Ah und mAh liegt beim Faktor 1000, wie das Milli im Namen bereits sagt. 20.000 mAh sind also 20 Ah.

Die Formel kann je nach Bedarf umgestellt werden.

Beispiel: Laptop-Akku mit 15,2 V (vier Zellen) und 80 Wh.

80 Wh / 15,2 V x 1.000 = 5.263 mAh

Umrechnung Kapazität Powerbank

Leider kann man nun nicht sagen, dass sich ein Laptop mit einem 5.263 mAh-Akku mit einer 20.000 mAh Powerbank rund 3,8 mal aufladen lässt.

Denn der Akku des Laptops hat eine Spannung von 15,2 Volt, während die Akkus in der Powerbank in der Regel eine Spannung von 3,7 Volt (teilweise auch 3,8 Volt) haben. Aus diesem Grund eignet sich die Angabe des Energiegehalts in Wattstunden besser zum Vergleich.

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Häufig liest man, dass die Ausgangsspannung von Powerbanks über USB-C 5 Volt beträgt und die Hersteller somit die Kapazität schön rechnen, da sie die Kapazität in mAh bei 3,7 Volt angeben. Ich halte diesen Kritikpunkt seit der Einführung von USB Power Delivery für unberechtigt, da über USB Power Delivery keine einheitliche Spannung von 5 Volt mehr abgegeben wird, sondern diese zwischen 5-20 Volt schwanken kann. Die 3,7 Volt der eingebauten Zellen ist daher die einzige Konstante, auf die sich die Kapazitätsangabe beziehen kann.

Genau aus diesem Grund ist es jedoch besser, sich überhaupt nicht von der Kapazitätsangabe in mAh irritieren zu lassen, sondern lediglich die Angabe der Wattstunden (Wh) zu verwenden.

Mit oben genannter Formel kann ebenso die Kapazität der Powerbank von mAh in Wh umgerechnet werden.

Beispiel: Kapazität 20.000 mAh, Spannung der verbauten Zellen 3,7 Volt.

20.000 mAh / 1.000 * 3,7 V = 74 Wh

Die Powerbank mit 20.000 mAh enthält also 74 Wattstunden Energie.

Hiervon müssen jedoch noch Verluste abgezogen werden. Durch die Spannungswandlung und den Ladevorgang können Verluste von bis zu 15% entstehen. Außerdem besitzen Powerbanks oft eine Sicherheitsschaltung die verhindert, dass der eingebaute Akku vollständig entleert wird, da die eingebauten Zellen hierdurch Schaden nehmen können.

Im schlechtesten (aber realistischen) Fall landen nur 70% des Stroms aus der Powerbank als tatsächlich nutzbarer Strom im Akku des Laptops.

Das bedeutet mit oben genannten Zahlen:

74 Wh Powerbank * 0,7 Verluste = 51,8 Wh nutzbare Energie
51,8 Wh nutzbare Energie / 80 Wh Laptop Akku = 0,6475 Ladezyklen

Ergebnis: Mit einer 20.000 mAh Powerbank lässt sich ein 80 Wh großer Laptop-Akku von 0% auf rund 64% seiner Kapazität aufladen.

Ein kleinerer Laptop-Akku mit ca. 51 Wh würde sich mit einer 20.000 mAh Powerbank einmal zu 100% aufladen lassen.

Surface Go Tablet Laptop über USB-C mit Powerbank laden.

Fazit

Trotz der Tücken, die die Nutzung von USB-C in der Praxis nach wie vor hat, bin ich ein großer Fan. Denn das einfache Aufladen aller Geräte über nur einen einzigen Stecker war vorher nicht möglich. Nur für mein iPhone muss ich immer ein zusätzliches Kabel einpacken 🙁

Der Akku mit 80 Wh Energie aus oben genanntem Beispiel ist ein relativ großer Akku. Mobile Geräte haben häufig kleinere Akkus. Somit lässt sich die Laufzeit eines Laptops mit einer Powerbank häufig verdoppeln.

Meine 20.000 mAh Powerbank mit USB-C und Power Delivery landet immer in meinem Rucksack, wenn ich längere Zeit unterwegs bin.

Sie lädt nicht nur Smartphone und Kopfhörer auf, sondern im Notfall auch den Laptop.

Eine Powerbank mit dieser Kapazität ist noch relativ leicht und kompakt. Außerdem darf sie auch noch im Flugzeug mitgenommen werden, was bei größeren Modellen nicht mehr der Fall ist.

Das von mir verwendete Modell von RAVPower ist nur noch schwer zu bekommen, da Amazon den Hersteller aufgrund von gefälschten Produktbewertungen aus dem Store geworfen hat.

Ein gute Alternative ist beispielsweise die Anker PowerCore III Elite*, welche 60W Power Delivery über USB-C unterstützt und damit auch Laptops aufladen kann.

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Niko
Ich bin Niko, betreibe BitReporter und interessiere mich für jede Form von Technologie, die in unseren Alltag Einzug hält. Ich schreibe hier über Software und Hardware die ich verwende, sowie Probleme mit meiner Technik und Lösungen. Schließlich soll Technik nützlich sein und Spaß machen und nicht zusätzliche Arbeit verursachen.

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